Dörte Eißfeldt, Flight 6, photograph, 2003, autographed, stylus art
Blatt 42,1 x 29,6 cm, verso mit Bleistift handsigniert. Ihre Arbeiten wirken oft fragil und zugleich intensiv. Edition Griffelkunst 2003 (E 375 6). Dörte Eißfeldt ( 1950). Blatt 6 aus der Serie „Flug “, Photographie, 2003.
Fr. Lazi color photography Märklin model railway train tracks children toys 1958
08 2 37 028, 1958, 20. Februar 1922 in Freudenstadt; † 24. Franz Lazi war Sohn des Fotografen Adolf Lazi (1884–1955). Nach dem Umzug mit der Familie nach Stuttgart besuchte er dort die Freie Waldorfschule.
orig. Foto Enkelmann Tanz Oper Berlin Dornys Reinholm Ballett Wedekind Lulu 1958
Judith Dornys und Gert Reinholm in dem Ballett „Menagerie“ in der Städtischen Oper Berlin (nach Wedekinds Lulu-Tragödie. Musik: Giselher Klebe, Choreographie: Tatjana Gsovsky). 100% Original-Fotoabzug aus dem Jahr 1958. Auf Agfa Brovira-Fotopapier. Auf der Rückseite mit Fotografen-Stempel: S(iegfried). Enkelmann, Berlin-Charlottenburg, Niebuhrstr. 77. Auf der Rückseite mit aufgeklebtem Textzettel. Größe: 180 x 240 mm. Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand. Hervorragende Bild-Qualität – extrem selten!!! 100%-Echtheitsgarantie – kein späterer Abzug, kein Repro, kein Nachdruck!!! Besichtigung jederzeit möglich. 100% guarantee of authenticity – not a later print, not a reproduction, not a reprint! Visit any time. Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!! Aus großem Film- und Fotoarchiv, weitere Angebote in meinem ebay-shop! Out of a large film- and photo-archiv, more offers in my ebay shop! 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Geboren am 24.12.1905 in Krasnopol/Rußland, gestorben am 10.01.1978 in München. Leben und Werk Enkelmann kam nach eigener Aussage 1921 nach Berlin. Er arbeitete von 1927 bis 1929 als Gehilfe im – auf Reklamefotos spezialisierten – Fotoatelier von F. H. Nolte und war anschließend Mitarbeiter im Atelier von Hans Robertson. Hier arbeitete er vor allem im Bereich der Tanzfotografie und als Porträtfotograf. Als Robertson seine Emigration vorbereitete, übertrug er Enkelmann sein Atelier mit seinem Namen und seinem Negativarchiv. Dieses enthielt auch den zuvor von Robertson mit der Übernahme des Ateliers von Lili Baruch erhaltenen Bestand. Enkelmann arbeitete noch kurze Zeit unter Robertsons Namen weiter, um das Atelier dann, vermutlich auch der Zeitsituation geschuldet, unter eigenem Namen fortzuführen. Es gibt Tanzfotografien aus der Zeit vor 1934, die zuerst von Lili Altschul-Baruch, dann von Robertson gestempelt wurden und solche, die zuerst das Atelier Robertson, später S. Enkelmann als Urheber benennen, wobei letztere durchaus von Enkelmann als Angestellter im Atelier Robertson aufgenommen worden sein können. Fast alle Glasplattennegative, die Enkelmann in eine Laube im Umland Berlins verlagert hatte, um sie vor den Kriegszerstörungen Berlins zu retten, wurden im Zuge des Vormarsches sowjetischer Truppen auf Berlin von diesen mutwillig zerstört. Enkelmann lebte mit der von Robertson ausgebildeten jüdischen Fotografin Irene Krämer zusammen; sie konnten erst 1945 heiraten. 1960 siedelten Enkelmanns von Berlin nach München über. S. Enkelmann gilt als der prominenteste deutsche Tanzfotograf von den 1930er bis zu den frühen 1960er Jahren. Unzählige seiner Fotos sind in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Er selbst gab mehrere Tanzfotobücher mit eigenen Fotos heraus. Nach eigener Aussage verdiente er sich den Lebensunterhalt aber vor allem mit der Werbefotografie. Fotoarchiv Die Bestände des Fotoarchivs von Siegfried Enkelmann wurden vom Deutschen Tanzarchiv Köln erworben. Sie umfassen eine geringe Anzahl von Glasplatten-Negativen sowie über 30.000 Mittelformat-Filmnegative der 1930er Jahre, Kleinbildnegative und Dias der Nachkriegszeit. Die Urheberrechte liegen bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst. Judith Dornys (* 21. Februar 1941 in Budapest; † 26. April 1989 in Paris) war eine kanadische Schauspielerin und Tänzerin ungarischer Herkunft. Leben Judith Dornys wurde als Tochter eines Juristen in Budapest geboren. Gemeinsam mit ihren Eltern emigrierte sie zunächst nach Paris; später ging sie dann nach Kanada, wo sie die kanadische Staatsbürgerschaft annahm. Dornys nahm frühzeitig Tanz- und Ballettunterricht, tanzte bei zahlreichen Veranstaltungen und wurde 1959 die jüngste Primaballerina der Städtischen Oper in Berlin. 1959 erhielt sie für ihre tänzerischen Leistungen den Kritikerpreis des Verbandes der deutschen Kritiker e. V. Noch im selben Jahr kam es zu einem Auftritt in der The Gene Kelly Show im US-amerikanischen Fernsehen. Es folgte eine Karriere als Filmschauspielerin. Im Kino war die zierliche Aktrice mit den großen dunklen Augen vornehmlich auf die Rolle des braven Mädchens abonniert. Ihre wichtigste Rolle spielte sie in dem Edgar-Wallace-Film Die Gruft mit dem Rätselschloß als von Ganoven hart bedrängte Kathleen Kent. Ihre Filmkarriere beendete sie 1969. Dornys war seit 1959 mit einem dänischen Industriellen verheiratet. Filmografie 1960: Strafbataillon 999 1961: Ramona 1962: Schwarze Rose, Rosemarie 1962: Schluck und Jau (TV) 1964: Das Wirtshaus von Dartmoor 1964: Die Gruft mit dem Rätselschloss 1964: Heiß weht der Wind 1964: Columbus – Bericht und Bildnis (TV) 1965: Ruf der Wälder 1966: 00Sex am Wolfgangsee 1967: Susanne – Die Wirtin von der Lahn 1968: Frau Wirtin hat auch einen Grafen 1969: Frau Wirtin hat auch eine Nichte 1969: Warum hab’ ich bloß 2× ja gesagt? Gert Reinholm (* 20. Dezember 1923 in Chemnitz; † 13. Dezember 2005 in Berlin) war ein deutscher Tänzer, Pädagoge und Ballettdirektor. Zusammen mit Tatjana Gsovsky hat Reinholm das Ballett der Berliner Nachkriegsjahre nachhaltig geprägt. Er startete seine Karriere im Osten Berlins als Balletteleve an der Staatsoper „Unter den Linden“ und entwickelte mit seinen Partnerinnen Gisela Deege und Natascha Trofimowa die bekannten Choreographien der Gsovsky. Am Teatro Colón in Buenos Aires spielte er ab 1951, kehrte jedoch 1953 an die Städtische Oper in Charlottenburg zurück. 1955 gründete er mit Tatjana Gsovsky das Berliner Ballett und wurde Solotänzer an der Deutschen Oper Berlin. Von 1972 bis 1990 war Reinholm dort Ballettdirektor. Reinholm wurde auf dem Waldfriedhof Zehlendorf in Berlin-Nikolassee beigesetzt. Auszeichnungen 1957: Deutscher Kritikerpreis für den Bereich Tanz 1962: Berliner Kunstpreis 1987: Bundesverdienstkreuz am Bande Die Deutsche Oper Berlin ist das größte der drei Opernhäuser in Berlin. Das Gebäude Bismarckstraße 34–37 in Charlottenburg wurde 1961 eröffnet und war Ersatz für die an gleicher Stelle im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstörte Deutsche Oper. Das Charlottenburger Haus ist mit 1859 Sitzplätzen eines der größten Theater in Deutschland. Die Deutsche Oper bildet mit der Staatsoper Unter den Linden, der Komischen Oper, dem Staatsballett und dem Bühnenservice Berlin die Stiftung Oper in Berlin. Geschichte Gründung Die Initiative für die Gründung ging auf bürgerliche Kreise im damals selbstständigen Charlottenburg zurück. Als wirtschaftliche Stütze des Staates und intellektuelle Vorreiter wollten die Bewohner der reichsten Großstadt Preußens ein Opernhaus „für sich“ als Gegenentwurf gegen die „erstarrte“ Repräsentationsbühne der Hofoper Unter den Linden. Von 1911 bis 1912 wurde von der Stadt Charlottenburg nach Plänen Heinrich Seelings das Deutsche Opernhaus gebaut und unter der Leitung von Ignatz Waghalter am 7. November 1912 mit Ludwig van Beethovens Fidelio eröffnet. Mit dem Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin (Groß-Berlin-Gesetz) wurde Charlottenburg 1920 Teil der Reichshauptstadt und das über 2300 Sitzplätze fassende Haus in Städtische Oper umbenannt. Nachkriegszeit bis heute Nach Kriegsende nutzte die nun wieder Städtische Oper als Städtisches Opernhaus Berlin für Vorstellungen das Gebäude des Theaters des Westens in der Nähe des Berliner Bahnhofs Zoo, bis der durch Fritz Bornemann von 1957 bis 1961 gebaute Neubau mit 1865 Sitzplätzen am 24. September 1961 mit Mozarts Don Giovanni eröffnet werden konnte; der Neubau hatte 27,5 Millionen Mark gekostet (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 62,5 Millionen Euro). Im Jahr 1961 erfolgte auf Anregung von Ferenc Fricsay als Reaktion auf den Mauerbau auch die Umbenennung auf den heutigen Namen Deutsche Oper Berlin. 1959 wurde die Städtische Oper mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. In der Zeit ab der Eröffnung des Neubaus wuchs die Deutsche Oper, entgegen ihrem ursprünglichen Gründungszweck, in die Rolle des Repräsentationshauses des Landes Berlin (West) hinein, da die Staatsoper Unter den Linden, die traditionell diese Rolle in Berlin gespielt hatte, mitsamt dem Ostteil Berlins und der DDR abgeschottet war. Um Verwechslungen mit der Deutschen Oper Berlin zu vermeiden, erhielt das Opernhaus Unter den Linden im Anschluss an die deutsche Wiedervereinigung in den 1990er Jahren wieder ihren Vorkriegsnamen Staatsoper Unter den Linden. In der DDR-Zeit war es erstmals in Deutsche Staatsoper umgetauft worden, um die Bedeutung der DDR als eigenständiger deutscher Staat zu unterstreichen. Auf Initiative von Götz Friedrich wurde 1986 in New York die Stiftung The American Berlin Opera Foundation gegründet. Tatjana Gsovsky (russisch Татьяна Васильевна Гзовская/Tatjana Wassiljewna Gsowskaja, geborene Issatschenko Исаченко; * 18. März 1901 in Moskau; † 29. September 1993 in Berlin) war eine international bekannte russische Balletttänzerin, Choreografin und Ballettmeisterin. Leben Tatjana Issatschenko studierte in Moskau zunächst Kunstgeschichte und Tanz im Studio ihrer Mutter Claudia Issatschenko und bei Isadora Duncan, später Ballett bei Laurent Nowikow, Matyatin, Kirsanowa, Olga Preobrajenska sowie Rhythmik in der Gartenstadt Hellerau bei Dresden. In Krasnodar (Region Krasnodar, Südrussland) wurde sie nach der Oktoberrevolution zur Ballettmeisterin ernannt. Dort traf und heiratete sie ihren Kollegen, den Tänzer Victor Gsovsky. Beide emigrierten 1924 aus der Sowjetunion nach Berlin. Seit 1928 führte das Ehepaar in Berlin gemeinsam eine Ballettschule. 1937 zogen sie nach Paris und lebten dort bis 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 1945 bis 1951, war sie auch Ballettmeisterin an der Berliner Staatsoper, baute das Berliner Staatsballett völlig neu auf und feierte damit große Erfolge. Anschließend war sie von 1952 bis 1953 als Ballettmeisterin am Teatro Colón in Buenos Aires (Argentinien) engagiert, von 1953 bis 1966 an der Deutschen Oper Berlin und von 1959 bis 1966 zugleich an der Oper in Frankfurt am Main. Im September 1955 gründete Gsovsky die Tourneetruppe Berliner Ballett, ein modernes Tanztheater auf klassischer Grundlage, mit der sie in ganz Europa gastierte. Tatjana Gsovsky definierte den klassischen Tanz neu. 20 Jahre lang dominierten ihre choreografischen Schöpfungen die deutsche Tanzszene. Sie schuf zahlreiche Choreografien, die in die Geschichte des Balletts eingegangen sind. Gsovskys Werke vereinten klassisches Ballett, Elemente des expressionistischen Tanzes und Erkenntnisse der Psychologie zu einer vorwärtsweisenden Synthese. Sie arbeitete für ihre Kreationen zusammen mit der Komponisten-Avantgarde ihrer Zeit – u. a. Luigi Nono, Hans Werner Henze, Boris Blacher, Max Baumann und Giselher Klebe. Tatjana Gsovsky starb 1993 im Alter von 92 Jahren in Berlin. Ihr Grab befindet sich auf dem landeseigenen Waldfriedhof Zehlendorf am Nikolassee, Wasgensteig, im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf (Feld 060-190). Auf Beschluss des Berliner Senats wurde Gsovskys letzte Ruhestätte 1995 als Ehrengrab des Landes Berlin gewidmet. Die Widmung wurde im November 2018 erneuert. Ehrungen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste (Berlin) („Berliner Kunstpreis – Jubiläumsstiftung 1848/1948“) der Sektion Darstellende Kunst (1954) Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) (1955) Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1969) Honorarprofessur (20. Mai 1976) Deutscher Tanzpreis (1983) Ehrenmitglied (Ehrenpräsidentin) der Deutschen Akademie des Tanzes, Köln (1987) Verdienstorden des Landes Berlin (16. Dezember 1992) Der Erdgeist ist eine 1895 publizierte Tragödie in vier Aufzügen von Frank Wedekind. Uraufgeführt wurde sie am Montag, den 25. Februar 1898 im Leipziger Krystallpalast vom neu gegründeten Ibsen-Theater, wobei der Autor den „Dr. Schön“ verkörperte, allerdings nicht unter seinem Namen, sondern dem Pseudonym Heinrich Kammerer. Die „Lulu“ wurde von Leonie Taliansky gespielt. Die Fortsetzung von Erdgeist bildet Wedekinds Tragödie Die Büchse der Pandora von 1902. Beide Stücke wurden von Wedekind später als Bühnenfassung in einem Stück mit dem Titel Lulu. Tragödie in 5 Aufzügen mit einem Prolog zusammengefasst. Entstehung 21 Jahre, nämlich von 1892 bis 1913, arbeitete Frank Wedekind an der „Lulu“-Tragödie, die Erdgeist und die Büchse der Pandora vereint und nicht nur aufgrund der Entstehungsdauer als sein Hauptwerk gilt. Die ersten Handschriften sind 1892 in Wedekinds Notizheften belegt. 1894 findet sich hier „Die Büchse der Pandora. Eine Monstretragödie. Buchdrama“ in fünf Akten. Diese Urfassung trennt Wedekind jedoch in zwei Teile: Die ersten drei Aufzüge dieses Stücks veröffentlichte er 1895, erweitert um einen zusätzlichen Aufzug, unter dem Titel Der Erdgeist. Der zweite Teil dieser so genannten Lulu-Tragödie erschien, ebenfalls selbständig, unter dem ursprünglichen Titel Die Büchse der Pandora (Uraufführung in Nürnberg 1904), deren moralische Anrüchigkeit Wedekind später Theaterskandale und einen langwierigen Gerichtsprozess einbrachte. Nach zahlreichen Bearbeitungen, die hauptsächlich auf eine verständnisvollere Rezeption abzielten, werden beide Dramen 1913 in der „Lulu“-Tragödie wieder zusammengeführt. In dieser Bearbeitung fehlen der dritte Aufzug des Erdgeist und der erste Aufzug der Büchse der Pandora. Die Uraufführung der gesamten Fassung der Lulu fand jedoch erst 1988 am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg unter der Regie von Peter Zadek statt. Susanne Lothar spielte die Lulu. Inhalt Erdgeist thematisiert den gesellschaftlichen Aufstieg der Lulu, eines freizügigen Mädchens, das seine Umgebung in seinen Bann zieht. Die einzelnen auf dramatische Situationen und Effekte hin angelegten Akte sind in sich abgeschlossene Stationen ihres Lebens. Lulu, im Prolog von einem Tierbändiger als „das wahre Tier, das wilde, schöne Tier“ angekündigt, wird von dem reichen Zeitungsverleger Dr. Schön von der Straße geholt, wo sie sich mit ihrem angeblichen Vater, dem alten Ganoven Schigolch, herumtrieb. Dr. Schön nimmt Lulu in seine Obhut, er erzieht sie und macht sie zu seiner Geliebten. Er verheiratet sie jedoch an Medizinalrat Dr. Goll, um sich selbst mit einer anderen (gesellschaftlich besser Gestellten) verloben zu können. Im ersten Akt bringt Dr. Goll Lulu zum Maler Schwarz; dieser soll sie porträtieren. Als der ebenfalls anwesende Dr. Schön und dessen erwachsener Sohn aus erster Ehe, Alwa, Dr. Goll überreden, sie zu einer Ballettaufführung zu begleiten, bleiben Lulu und der Maler allein. Prompt verführt sie ihn. Als Dr. Goll die beiden bei seiner Rückkehr in flagranti erwischt, trifft ihn der Schlag. Im zweiten Akt ist Lulu mit Schwarz verheiratet, der durch Dr. Schöns Hilfe zu Ruhm und Geld gelangt ist. Allerdings ist Lulu noch immer Dr. Schöns Geliebte. Da dieser sich zugunsten seiner bevorstehenden Heirat von ihr befreien will, berichtet er Schwarz von Lulus zügellosem Leben. Schwarz ist zutiefst erschüttert und „guillotiniert“ sich mit einer Rasierklinge selbst. Im dritten Akt tritt Lulu als Tänzerin in einer Revue auf. Dr. Schön muss erschüttert feststellen, dass er noch immer nicht von ihr lassen kann, ihr gewissermaßen verfallen ist. Lulu zwingt ihn dazu, seine Verlobung aufzulösen. Im vierten und letzten Akt ist Lulu nun mit Dr. Schön verheiratet und betrügt ihn mit Freunden und Lakaien (so mit Schigolch, Alwa, dem großspurigen Artisten Rodrigo Quast und der lesbischen Gräfin Geschwitz). Schön erwischt Lulu und versucht, sie zur Selbsttötung zu zwingen. Sie aber tötet ihn, worauf sie ins Gefängnis kommt. Dies ist die Ausgangssituation für die spätere Fortsetzung Die Büchse der Pandora. Einschätzung Themen in Erdgeist sind die Kritik an der bürgerlichen Scheinmoral – hier in Person der Lulu, die durch ihre radikale Natürlichkeit ebendiese zerstört. Das Werk ist ein Aufruf zur Selbstentfaltung und Emanzipation. Außerdem wendet sich Wedekind mit seinen drastischen Situationen und Effekten gegen den Naturalismus. Einfluss auf andere Werke Die Dramen Erdgeist und Die Büchse der Pandora dienten als Vorlage für die Oper Lulu von Alban Berg und die deutschen Stummfilme Erdgift, von Paul Otto (1920), Erdgeist von Leopold Jessner (1923) und Die Büchse der Pandora von Georg Wilhelm Pabst (1929). Mehrfach dienten die beiden Dramen auch als Vorlage für Ballette, so für Menagerie von Tatjana Gsovsky (1958, Städtische Oper Berlin) mit einer von Giselher Klebe komponierten Musik. Die Figur der Lulu in Wedekinds Werk erfreut sich auch bei Drehbuchautoren neueren Datums einer gewissen Beliebtheit. Einige Filme sind davon inspiriert worden, darunter Lulu on the Bridge (1998) und Something Wild (1986). Im Oktober 2011 brachte der Musiker Lou Reed gemeinsam mit der Band Metallica ein Konzeptalbum mit dem Titel Lulu auf den Markt. Dort wurden die Songs gemeinsam eingespielt, die Lou Reed für den Theaterregisseur Robert Wilson und dessen Lulu-Inszenierung am Berliner Ensemble geschrieben hatte. Giselher Wolfgang Klebe (* 28. Juni 1925 in Mannheim; † 5. Oktober 2009 in Detmold) war ein deutscher Komponist. Von 1986 bis 1989 war er Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Leben Klebe erhielt schon früh von seiner Mutter, der Geigerin Gertrud Klebe, musikalischen Unterricht. 1932 übersiedelte die Familie nach München. Dort besuchte er zunächst die Vorschule der Schönherrlschen Privatschule, ab 1935 den humanistischen Gymnasialzweig desselben Institutes. Den bereits in Mannheim begonnenen Violinunterricht setzte er bei Melanie Michaelis, einer Schwester seiner Mutter, fort. Ein weiterer berufsbedingter Ortswechsel seines Vaters führte ihn 1936 nach Rostock; nach der Trennung seiner Eltern erfolgte im selben Jahr die Übersiedlung mit Mutter und Schwester nach Berlin. Im Laufe des Jahres 1938 begann er mit der Skizzierung erster Kompositionsentwürfe; 1940 begann er ein von der Stadt Berlin gefördertes Musikstudium in den Fächern Violine, Viola und Komposition. Nach Ableistung seiner Arbeitsdienstpflicht wurde Klebe 1943 als Funker zum Militärdienst bei einer Beobachtungsabteilung eingezogen. Nach der Kapitulation geriet er in sowjetische Kriegsgefangenschaft, aus der er bereits kurz nach Kriegsende auf Grund seines Gesundheitszustandes entlassen wurde. 1950 nahm Klebe nach längerer Rekonvaleszenz sein Kompositionsstudium wieder auf, zunächst am Internationalen Musikinstitut in Berlin bei Josef Rufer, später in der Meisterklasse Boris Blachers; zudem erhielt der Komponist eine Anstellung als Bandprüfer und Programmgestalter in der Abteilung Ernste Musik des damaligen Berliner Rundfunks. Am 10. September 1946 heiratete Klebe die Geigerin Lore Schiller (1924[?]–2001). Der Ehe entstammen die beiden Töchter Sonja Katharina und Annette Marianne. Nach Lösung seines Kontraktes mit dem Berliner Rundfunk Ende 1948 arbeitete Klebe als freischaffender Komponist in Berlin. Im Jahre 1957 entschied er sich erneut für eine feste Anstellung. Als Nachfolger Wolfgang Fortners übte er nunmehr die Tätigkeit eines Dozenten für die Fächer Komposition und Musiktheorie an der Nordwestdeutschen Musikakademie Detmold aus; im Jahre 1962 erfolgte die Ernennung Klebes zum Professor. Aus seiner Meisterklasse ging eine Anzahl angesehener Komponisten hervor. Nach seiner Pensionierung 1990 blieb Klebe der Hochschule für Musik Detmold weiterhin eng verbunden. Er starb 2009 nach schwerer Erkrankung. Sein Gesamtwerk umfasst mehr als 140 Kompositionen, darunter 7 Symphonien, 15 Solokonzerte, Kammermusikwerke verschiedenster Besetzung, Klavierwerke, geistliche Werke und 14 Opern, für die zumeist Lore Klebe als Librettistin mit ihm zusammenarbeitete. Seine erste Oper war Die Räuber (1957, Düsseldorf), frei nach Friedrich Schillers Drama. Als Auftragswerk der Hamburgischen Staatsoper komponierte er die im November 1965 uraufgeführte Oper Jacobowsky und der Oberst nach Franz Werfels gleichnamigem Theaterstück. Im Auftrag des Staatstheaters Darmstadt schrieb er zusammen mit Lore Klebe die Oper Die Fastnachtsbeichte nach der Erzählung von Carl Zuckmayer, die am 20. Dezember 1983 in Darmstadt uraufgeführt wurde. Seine letzte Oper war Chlestakows Wiederkehr (2008, Detmold), deren Libretto auf Nikolai Gogols Komödie Der Revisor beruhte. Ehrungen, Mitgliedschaften 1952 Berliner Kunstpreis 1959+1963 Stipendium der Villa Massimo Rom 1963 Mitglied der Freien Akademie der Künste Hamburg 1965 Westfälischer Musikpreis 1970 Bundesverdienstkreuz am Bande 1975 Bundesverdienstkreuz I. Klasse 1991 Goldene Nadel der Dramatiker Union 1999 Großes Bundesverdienstkreuz 2002 Ehrenbürgerwürde der Stadt Detmold Als Ballett (von italienisch balletto, Diminutiv von ballo; zu deutsch Tanz), auch klassischer Tanz, wird der von Musik begleitete klassische künstlerische Bühnentanz bezeichnet (der oft vom Zeitgenössischen Tanz, Modern Dance oder Tanztheater unterschieden wird). Im Besonderen kann der Begriff auch folgende Bedeutungen haben: eine Tanzvorstellung auf einer Bühne zu Musikbegleitung, wobei die Darbietung hauptsächlich aus Tanz besteht oder Teil eines größeren Werkes (Oper, Operette, Musical) sein kann. eine Kunstform/Sparte am Theater neben Oper, Schauspiel und Konzert. ein Bühnenwerk, bei dem der Tanz im Mittelpunkt steht. Musik, die als Begleitung für Bühnentanz geschrieben wurde. ein Tänzer-Ensemble am Theater (Corps de ballet). Traditionellerweise versteht man unter einem klassischen Ballett ein Handlungsballett. Auf Grundlage eines Librettos werden eine Musikkomposition und eine Choreografie erschaffen. Hinzu kommen Bühnenbild, Requisiten und Kostüme. Der Tanz selbst besteht aus Körperbewegungen im Raum, Gestik und Mimik. Geschichte des Balletts Emanzipation vom Gesellschaftstanz Das Ballett entwickelte sich im 15. und 16. Jahrhundert aus den an italienischen und französischen Fürstenhöfen aufgeführten Schauspielen sowie aus tänzerischen Gesellschaftsspielen. Zu dieser Zeit war es noch keine eigenständige Kunstform. Der Bühnentanz war, ähnlich wie das Schauspiel, lange den Männern vorbehalten. Die Führungsrolle in der Entwicklung des Tanzes ging im 16. Jahrhundert von Italien auf Frankreich über. Das älteste Ballett, dessen Partitur erhalten ist, ist das Ballet comique de la reine für Katharina von Medici aus dem Jahr 1581. Es steht im Zusammenhang mit einem Hoffest anlässlich einer Hochzeit, enthält antike mythologische Figuren und transportiert politische Botschaften. Es zeigt die Verbindung italienischer und französischer Tanzelemente im Dienst einer höfischen Machtdemonstration. 1661 gründete Ludwig XIV. die Académie Royale de danse in Paris. In dieser Zeit erfuhr das Ballett eine enorme Weiterentwicklung und wurde zunehmend von Berufstänzern ausgeführt. Damit trennte sich der Tanz vom höfischen Zeremoniell. Ab 1681 durften hier auch Frauen öffentlich tanzen. Die Tanztechniken, Schritte und Positionen seiner Zeit beschrieb Raoul Feuillet um 1700 in seinem Buch Chorégraphie. Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden die ersten Handlungsballette. Zuvor waren die Tänze nur durch ein gemeinsames Motiv, nicht aber durch eine durchgängige Handlung verbunden. So spielen die einzelnen Teile von Jean-Philippe Rameaus Ballettoper Les Indes galantes (1735) alle in exotischen Ländern, haben über diese Charakteristik hinaus aber keinen inhaltlichen Zusammenhang. Das Handlungsballett 1760 veröffentlichte Jean Georges Noverre seine Briefe über die Tanzkunst und das Ballett, die viele seiner Zeitgenossen beeinflussten. Er glaubte, dass man ein Drama mit den Mitteln des Tanzes gestalten könne. Weil das Drama noch als höchste dichterische Gattung galt, wertete dies den Tanz erheblich auf. Seine Ideen setzte er in dem Ballett Medea und Jason um, das 1763 vom Ballet de l’Opéra de Paris uraufgeführt wurde. Parallel zum höfischen Ballett gab es etwa im Pariser Jahrmarktstheater die populäre Pantomime, die ebenfalls Handlungen hatte und die “hohe” Tanzkunst beeinflusste, als die Hofkultur vor der Französischen Revolution zunehmend kritisiert wurde. Das Reformballett La Fille mal gardée (1789) von Jean Dauberval ist das älteste bis heute im Repertoire gebliebene Stück. Es verzichtete auf klassische Figuren wie Satyrn und andere mythologische Wesen und brachte einen schlichten zwischenmenschlichen Konflikt auf die Bühne. In der Revolutionszeit trug Auguste Vestris dazu bei, dem Ballett, das stets noch in Opern eingegliedert war, eine selbstständige Bedeutung zu geben. Nach 1800 enthielt die neu entstehende Gattung der Grand opéra jeweils ein ausgedehntes Ballett. In diesem Rahmen entwickelten sich neuartige Tanztechniken und Bühnenausstattungen. Die „klassische“ Zeit In den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts waren die Theater am Pariser Boulevard du Temple, die teilweise große Ballettensembles besaßen, sehr erfolgreich mit Mischformen von Ballett, Theater, Pantomime und Zirkus. Die mythologischen Ballette der Pariser Oper wurden altmodisch, und die Opéra musste sich am Geschmack des Publikums orientieren, der entweder realistische Stoffe oder Feerien bevorzugte. In der Oper La muette de Portici (1828) trat eine stumme Hauptfigur auf, ganz ähnlich wie in den Erzeugnissen des Boulevardtheaters wie Yelva, die russische Waise (1828). Solche stummen Rollen wurden häufig von Tänzerinnen interpretiert. Im selben Jahr nahm die Oper das Ballett La fille mal gardée in einer modernisierten Fassung in den Spielplan auf. Das „Nonnenballett“ in der Oper Robert le diable (1831) von Filippo Taglioni mit Maria Taglioni als Solistin kündigte die Verselbstständigung des Balletts von der Oper an. Die Epoche des romantischen Balletts (in der Zeit der Französischen Romantik) begann mit Filippo Taglionis Choreografie La Sylphide (1832). In dieser Zeit durchlief das Ballett eine Reihe von einschneidenden Veränderungen, sowohl was seine Themen als auch was den Tanz selbst betraf. Märchenstoffe ersetzten die antiken Sujets, die noch bei Pierre Gardel eine wichtige Rolle gespielt hatten. Die Ballette bekamen ausgefeilte dramatische Handlungen, zu denen etwa Eugène Scribe die Texte lieferte. Der Spitzentanz wurde erfunden und die Kostüme wurden so verändert, dass die Fuß- und Beinarbeit für die Zuschauer sichtbar wurde. Als erste Meisterin des Spitzentanzes gilt Maria Taglioni. Eine zentrale Rolle bei den damaligen stilistischen Veränderungen hatte auch Jules Perrot inne, der für Carlotta Grisi das Ballett Giselle (1841) schuf. Die Primaballerina wurde ähnlich der Primadonna in der Oper zum Star der Kulturwelt. Taglioni, Grisi oder Fanny Elssler waren die Berühmtheiten der Zeit. Eine Blütezeit erlebte das Ballett in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Russland. Unter der Leitung von Marius Petipa entstanden klassische Meisterwerke wie Schwanensee, Dornröschen und Der Nussknacker. Aus dieser Schule ging die wohl bekannteste Ballerina Anna Pawlowa hervor. Ausdruckstanz und andere Neuerungen Pädagogen wie François Delsarte, auf den sich etwa Ruth St. Denis stützte, hatten bereits in der klassischen Zeit des Balletts seine Inhalte und seine hochspezialisierte Technik in Zweifel gezogen. Durch den Ausdruckstanz seit etwa 1900, wie ihn Isadora Duncan auf ihren weltweiten Tourneen präsentierte, wurden zahlreiche Ballettkonventionen angegriffen und abgeschafft. Es entwickelten sich neue Darstellungsformen, zum Beispiel in den Choreografien von Rudolf von Laban. Die Avantgarden Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts brachten eine Annäherung des Balletts an die übrigen Künste und an den populären Bühnentanz oder die Pantomime, wie zum Beispiel die von Erik Satie, Jean Cocteau und Pablo Picasso gemeinsam mit den Ballets Russes inszenierte Parade in Paris 1917. Bildende Künstler wie Sophie Taeuber-Arp versuchten sich auch als Bühnentänzer und stellten das klassische tänzerische Handwerk in Frage. Emil Jaques-Dalcroze verband den professionellen Bühnentanz mit dem Volkstanz und der Gymnastik. Michel Fokine versuchte zwischen der älteren Technik und den neueren Ausdrucksbemühungen zu vermitteln (etwa in Der sterbende Schwan, 1907). Aus dem Ausdruckstanz und dem verwandten Modern Dance, der sich in den USA verbreitete, sind viele Bestrebungen entstanden, das Ballett zu erneuern. Man fasst sie unter dem Begriff Zeitgenössischer Tanz zusammen. Als Begründer gelten Mary Wigman, Martha Graham, Gret Palucca und Jean Weidt. Kurt Jooss und seine Schülerin Pina Bausch sind die bekanntesten Wegbereiter des Tanztheaters, welches sich strikt gegen Balletttraditionen stellt. Renaissance des klassischen Balletts Zu Beginn des 20. Jahrhunderts setzte in Westeuropa und Nordamerika eine Renaissance des Balletts ein, unter anderem ausgelöst durch die Gründung der Ballets Russes durch den Impresario Sergei Djagilew 1909. Die Truppe stammte aus Sankt Petersburg, feierte ihre Erfolge in Paris und hatte großen Einfluss auf den US-amerikanischen Tanz. Das Ballett des 20. Jahrhunderts war vor allem durch Künstler geprägt, die nach der Gründung der Sowjetunion ins westliche Exil gingen. Dazu gehören Michel Fokine, Vaslav Nijinsky und George Balanchine. Künstlerisch rezipiert wurde das Ballet von der Berliner Secession, allem voran Ernst Oppler. Das klassische Ballett konnte sich in den osteuropäischen Staaten in sehr traditionellen Formen halten. Die Tänzerin und Pädagogin Agrippina Jakowlewna Waganowa entwarf eine universelle Darstellung seiner Technik. Durch die Erneuerungsversuche im Westen geriet es dagegen in Bedrängnis. Seit den 1930er-Jahren gab es daher Bestrebungen, die klassischen Balletttraditionen zu erhalten, die unter dem Begriff des Neoklassizismus zusammengefasst werden. Als Begründer gilt George Balanchine mit seinem meist handlungslosen Ballett, in London vertrat Frederick Ashton diese Richtung, in den USA zum Beispiel Bronislava Nijinska. Eine jüngere Generation des Neoklassizismus vertrat etwa John Cranko mit seinen großen Handlungsballetten. Seit Mitte der 1950er Jahre ist das klassische Repertoireballett der russischen Tradition auch auf westeuropäischen Bühnen heimisch geworden und bildet den Gegenpol zum modernen Tanztheater. Die Choreografien zeigen sich allerdings in immer neuen Varianten. Oft unverstanden und nicht immer befriedigend gelöst wurde die Aufteilung der Funktionen in Tänzer und Mimiker im romantischen Ballett, die zum Verständnis der Handlung wichtig ist. Ballettmusik Erst in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts entstand Ballettmusik im heutigen Sinn. Die französische Oper im 17. und 18. Jahrhundert (Jean-Baptiste Lully, Jean-Philippe Rameau) hatte ein Schwergewicht auf dem Ballett, das sich allerdings noch stark am Gesellschaftstanz orientierte. Auch Mozart hat einige Musik für den Bühnentanz geschrieben. Die tänzerischen Zwischenspiele und Divertissements kennt man oft nicht mehr oder ist sich über ihre Funktion als Tanzmusik nicht mehr im Klaren. Die Ballettmeister, die mit der Tanzmeistergeige aufspielten wie Pierre Beauchamp, waren oft auch für die Komposition der Musik zuständig. Der Choreograf Arthur Saint-Léon war selbst um die Mitte des 19. Jahrhunderts noch zugleich Tänzer, Violinist und Komponist. Im 19. Jahrhundert entstand eine selbstständige Ballettmusik. Zu den ältesten klassischen Ballettmusiken gehören La Sylphide (1832) von Jean Schneitzhoeffer, Giselle (1841) von Adolphe Adam und Coppélia (1870) von Léo Delibes. Ihnen liegt jeweils ein literarisches Ballett-Libretto zu Grunde. Beide wurden vom Ballet de l’Opéra de Paris uraufgeführt. Besonders während der Blütezeit des klassischen Balletts in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Sankt Petersburg wurde die Komposition auf die Gegebenheiten des Theaters und die Größe und Zusammensetzung des Ensembles abgestimmt. Dabei arbeiteten der Komponist und der Choreograf oft eng zusammen und kommunizierten über die „Minutage“. In dieser Blütezeit schrieb Pjotr Iljitsch Tschaikowski für das Sankt Petersburger Mariinski-Theater und das Moskauer Bolschoi-Theater. Entstanden sind Stücke, die heute zum Repertoire einer jeden klassischen Ballettkompanie gehören, zum Beispiel Schwanensee (1877), Dornröschen (1890) und Der Nussknacker (1892). Die bekanntesten Ballettmusiken des beginnenden 20. Jahrhunderts sind Igor Strawinskys Der Feuervogel (1910), Petruschka (1911) und Le sacre du printemps (1913). Claude Debussys Musik wurde in Nijinskys Choreografie L’Après-midi d’un faune (1912) berühmt. Zu Maurice Ravels Boléro gibt es seit Ida Rubinstein 1927 zahlreiche Tanzfassungen. Auch Sergei Prokofjews Romeo und Julia (1936) und Cinderella (1945) setzten sich noch durch auf der Ballettbühne. Integrale Ballettkompositionen schuf Mitte des 20. Jahrhunderts noch Aram Chatschaturjan. Die bekanntesten sind Gayaneh (1942) und Spartacus (1956). Die abendfüllenden Ballette des 19. Jahrhunderts führten zeitweise zu einer Dominanz der Musik über den Tanz, die sich im 20. Jahrhundert wieder auflöste. Choreografen gebrauchten zunehmend Musikstücke, die nicht eigens für den Bühnentanz geschrieben worden waren. Absolute Musik wie Sinfonien und Sonaten wurde seit Isadora Duncan durch den Tanz interpretiert. Auch Zusammenstellungen sehr unterschiedlicher Musikstücke wurden erprobt. Tanzstücke wurden und werden auch ohne Musik aufgeführt und verwenden Geräuschcollagen oder Sprecher als akustische Ergänzung. Auch Bühnentanz mit DJ ist gelegentlich zu sehen. Klassische Technik Um die klassische Technik zu erlernen, braucht man ein jahrelanges tägliches Training. Die Methode eines solchen Trainings basiert auf Übungen an der Barre (Stange) und Übungen im Milieu (Mitte). Die Übungen an der Barre dienen der Vorbereitung des Körpers und der Basistechnik. Eine optimale vertikale Achse, die durch das Zentrieren des Körpers erreicht wird, soll beim Wechseln der Raumhöhen (plié, tendue, relevé) immer garantiert werden, gleichgültig ob auf beiden oder auf einem Bein gestanden wird. Ferner werden die Bewegungen der Beine, Arme und des Kopfes in den verschiedenen Raumrichtungen präzise geübt. In der Mitte (Milieu) werden dann einige der Platzierungsübungen wiederholt, allerdings im Raum (Richtungswechsel, Ortswechsel). Die Schrittfolgen sind in qualitative Kategorien eingeteilt: Adagio, Pirouetten und große Pirouetten, petit Allegro (kleine, sehr schnelle Sprünge), mittlere Sprünge und zum Schluss das grand Allegro. Zu jeder dieser Kategorie gibt es verschiedene Schwierigkeitsgrade und Gestalten. Die Lehrer sind frei, diese Kombinationen zu gestalten. In einer Ballett-Klasse werden somit keine Choreografien eingeübt. Dies tun die Ballett-Tänzer oder die Tänzer des zeitgenössischen Tanzes erst in den Proben. Bühnentänzer trainieren, also üben ihre Technik, solange sie als Interpreten agieren (wie auch die Musiker oder Sänger). Ballettpositionen Die Basis der körperlichen Haltung ist die Vertikale und das en dehors (Auswärtsdrehung der Beine aus dem Hüftgelenk). Zu den Ballettpositionen gehören zum Beispiel die Arabesque (gestrecktes Spielbein) und die Attitude (gebogenes Spielbein), das Sur-le-cou-de-pied und das Retiré, ebenso sind die Fußpositionen standardisiert. Auch die Arme (dazu gehören auch die Hände und die Finger) haben bestimmte Positionen sowie der Kopf (dazu gehört auch der Blick). In einer Choreografie werden diese formalisierten Positionen abgeändert, verwischt, variiert und interpretiert. Doch geschieht dies alles auf der Basis der Grundpositionen. Ein Ballett-Tänzer ist also stets in einer dieser Positionen, unabhängig davon ob er springt, sich dreht oder bewegt. Ballettbegriffe Da die Geschichte des Balletts in Italien beginnt und dann auf Frankreich übergeht, sind noch heute die meisten Begriffe der Ballettsprache französischen oder seltener italienischen Ursprungs. Ballettterminologie ist noch immer nicht einheitlich, jede der großen Schulen verwendet leicht abweichende Termini. Bei der täglichen Arbeit im Ballettsaal werden oft Abkürzungen verwendet. Kostüme In der Geschichte des Balletts haben sich die Kostüme entsprechend dem Zeitgeschmack verändert. Im Laufe der Jahre wurden sie kürzer und leichter. Damit wurde der Weg frei für anspruchsvollere und technisch schwierigere Bewegungsabläufe. Noch heute werden die Kostüme nur unwesentlich variiert. So trägt Giselle immer ein knielanges Kleid, und die Schwäne aus Schwanensee sind selbst für einen Laien leicht zu erkennen. Bei den Damenkostümen unterscheidet man zwischen dem langen Tüllrock für Geisterwesen aus dem Weißen Akt (Ballet blanc) (z. B. in Giselle), dem schmalen langen Kleid (z. B. in Romeo und Julia) und dem Tutu, einem steifen abstehenden Tüllrock, der das bekannteste Ballettkostüm darstellt (z. B. in Schwanensee oder Raimonda) und aus dem 19. Jahrhundert stammt. Bei manchen Kostümen, die schön abstehen sollen (Tellerröcke), wird ein Aluminiumgestell als Hilfsmittel benutzt. Als Oberteil wird meist ein Mieder getragen. Die Kostümierung der Herren besteht im Ballett meist aus einem Hemd und (blickdichten) Strumpfhosen. Oft wird über dem Hemd eine Jacke getragen.
orig color photo The King of Bernina Helmut Schmid Ellen Schwiers Pontresina 1957
Handlung Zur Zeit Napoléons Anfang des 19. Jahrhunderts: Nach drei Jahren im entfernten Kloster kehren Cilgia und Monika ins von den Franzosen besetzte Engadin zurück. Cilgia ist die Nichte des Dorfpfarrers.
Photo Arthur Grimm Boy Gobert Ruth Stephan film castle Seehof Memmelsdorf 1959
(09 4 61 000, 09 4 71 159, 1959, 20. Mai 1908 in Rehau, † nach 1990) war ein deutscher Fotograf. Er war einer der wichtigsten Bildreporter in der N.-Zeit. Mai 1933 wurde Grimm Mitglied der N.-Ortsgruppe Rehau (Oberfranken).
Photo Arthur Grimm Boy Gobert Ruth Stephan film castle Seehof Memmelsdorf 1959
(09 4 61 000, 09 4 71 159, 1959, 20. Mai 1908 in Rehau, † nach 1990) war ein deutscher Fotograf. Er war einer der wichtigsten Bildreporter in der N.-Zeit. Mai 1933 wurde Grimm Mitglied der N.-Ortsgruppe Rehau (Oberfranken).
Enkelmann Constanze Vernon Bredow Tanz Joan von Zarissa Egk Gsovsky Berlin 1960
Constanze Vernon und Erwin Bredow in dem Ballett „Joan von Zarissa“ in der Städtischen Oper Berlin. Musik: Werner Egk, Choreographie: Tatjana Gsovsky. Farbfotoabbildung im Originaldruck von 1960. Nach einer Aufnahme von Siegfried Enkelmann. Auf schwarzem Karton aufgezogen. Auf der Rückseite mit aufgeklebtem Textzettel. Größe 242 x 302 mm. Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand. Hervorragende Bildqualität auf Kunstdruckpapier – extrem selten!!! 100%-Echtheitsgarantie – kein Repro, kein Nachdruck!!! Besichtigung jederzeit möglich. 100% guarantee of authenticity – not a reproduction, not a reprint! Visit any time. Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!! ” ” img src=”https://www.brasce.de/ebay shop telemeken/N135-031 Tänzerin Fetisch Voyeur Bühne Musik Theater Erotik Musik Klassik Eleganz Grazie Theater Weiblichkeit Dekolleté Körperhaltung Tanzdichtung Don Juan Spanien 16. Jahrhundert 1960.jpg” Aus großem Bildarchiv, weitere Angebote in meinem ebay-shop! Out of a large archiv, more offers in my ebay shop! Das Angebot wird als Sammlerstück verkauft – Urheberrechte sind im Kauf ausdrücklich NICHT enthalten!!! This offer is sold as a collector’s item only and no copyrights are being sold here. Weitere historische Originale finden Sie in meinem ebay-shop!!! For more original historical prints please take a look in my ebay-shop!!! Versand ausschließlich per Einschreiben. Zu Rückgabe und AGB bitte mich-Seite beachten. Die dort hinterlegten Informationen sind verbindlicher Bestandteil dieses Angebots/dieser Artikelbeschreibung! 1960, 20. Jahrhundert, 60er – Jahre, actor, actress, Akrobatik, Altmeisterlichkeit, Anmut, anmutig, Ars gratia artis, art history, artist, Artisten, Artistik, artists, Ästhetik, Athletik, ballet, Ballett, beauties, beauty, Beine, Beruf, Berufe, Berufsleben, Berufswelten, Berufswesen, Bewegungen, Bildnis, Bildniskunst, Bismarckstraße 35, Bohème, Bohemians, Bourgeoisie, Branchen, Bromsilber, Bühne, Bühnenschau, Bundesrepublik Deutschland, Choreographie, costumes, cultural history, D-10627 Berlin-Charlottenburg, D-10629 Berlin, Dame, Dance, dancer, dancers, dancing, Dancing Star, Darsteller, Deutsche Geschichte, Deutsche Oper Berlin, Deutschland, Diva, edel, Edeldame, elegance, elegant, Eleganz, Elevin, entertainer, Entertainment & Stars, Eros, erotic, Erotica, Erotik, Erotika, erotique, exklusiv, extravagant, Extravaganz, Feet, female, feminin, femininity, Fetisch, Fetischismus, fetish, Sixties, Fotografie, Fotokunst, Frau, Frauenkörper, Sechziger Jahre, Füße, Galanterie, gazellenhaft, Gesellschaftsleben, Glamour Girl, Grazie, grazienhaft, grazil, graziös, Gymnastik, Haltung und Balance, Harmonie, Historically, Historisch, Historische Bilder, Jugend, jugendliche Schönheit, Junge Dame, Kabaret, Klassik, klassisches Ballett, Körper, Körperhaltung, Körperkultur, Kostümkunde, Kraft, Kreativität, Kultur, Kulturgeschichte, Kunst, Kunstfotografie, Kunstgeschichte, Künstler, Künstlerin, Künstlerpersönlichkeit, Lady, Lebenstil & Mode, Legenden, legs, Lichtbild, Lichtbildwesen, Lichtstimmung, Luxus, Mode, model, modèle, Modell, modern, Music, Musical, Musik, Musiktheater, Muskeln, Nostalgia, Nostalgie, Oper, Paradies, Performing Arts, Persönlichkeit, Persönlichkeiten, Phantasie, Photographica, Photographie, Photographie erotique, photography, Poesie, Porträtfotografie, Primaballerina, Prominente, Rhythmische Gymnastik, Rhythmus, Romantik, Schönheit, Silbergelatineabzug, Silver bromide, silver gelatine print, Sinnenrausch, Sittengeschichte, Spiritualität, Spitzenschuhe, Sport, Sportgeschichte, Tanz, Tänzerin, Tanzfotografie, Tanzkunst, Tanzkünstlerin, Tanzmoderne, Theater, theatre, theatre costume, Traumbilder, Träumen, Träumerei, Traumwelt, Unterhaltung, Vintage Print, vornehm, Voyeur, Voyeurismus, Weib, Weiblichkeit, Wirtschaftswunderzeit, woman, zeitgenössische Kunst Siegfried Enkelmann, führender deutscher Tanzphotograph vor allem der 50er- und 60er Jahre. Geboren am 24.12.1905 in Krasnopol/Rußland, gestorben am 10.01.1978 in München. Leben und Werk Enkelmann kam nach eigener Aussage 1921 nach Berlin. Er arbeitete von 1927 bis 1929 als Gehilfe im – auf Reklamefotos spezialisierten – Fotoatelier von F. H. Nolte und war anschließend Mitarbeiter im Atelier von Hans Robertson. Hier arbeitete er vor allem im Bereich der Tanzfotografie und als Porträtfotograf. Als Robertson seine Emigration vorbereitete, übertrug er Enkelmann sein Atelier mit seinem Namen und seinem Negativarchiv. Dieses enthielt auch den zuvor von Robertson mit der Übernahme des Ateliers von Lili Baruch erhaltenen Bestand. Enkelmann arbeitete noch kurze Zeit unter Robertsons Namen weiter, um das Atelier dann, vermutlich auch der Zeitsituation geschuldet, unter eigenem Namen fortzuführen. Es gibt Tanzfotografien aus der Zeit vor 1934, die zuerst von Lili Altschul-Baruch, dann von Robertson gestempelt wurden und solche, die zuerst das Atelier Robertson, später S. Enkelmann als Urheber benennen, wobei letztere durchaus von Enkelmann als Angestellter im Atelier Robertson aufgenommen worden sein können. Fast alle Glasplattennegative, die Enkelmann in eine Laube im Umland Berlins verlagert hatte, um sie vor den Kriegszerstörungen Berlins zu retten, wurden im Zuge des Vormarsches sowjetischer Truppen auf Berlin von diesen mutwillig zerstört. Enkelmann lebte mit der von Robertson ausgebildeten jüdischen Fotografin Irene Krämer zusammen; sie konnten erst 1945 heiraten. 1960 siedelten Enkelmanns von Berlin nach München über. S. Enkelmann gilt als der prominenteste deutsche Tanzfotograf von den 1930er bis zu den frühen 1960er Jahren. Unzählige seiner Fotos sind in Büchern und Zeitschriften veröffentlicht. Er selbst gab mehrere Tanzfotobücher mit eigenen Fotos heraus. Nach eigener Aussage verdiente er sich den Lebensunterhalt aber vor allem mit der Werbefotografie. Fotoarchiv Die Bestände des Fotoarchivs von Siegfried Enkelmann wurden vom Deutschen Tanzarchiv Köln erworben. Sie umfassen eine geringe Anzahl von Glasplatten-Negativen sowie über 30.000 Mittelformat-Filmnegative der 1930er Jahre, Kleinbildnegative und Dias der Nachkriegszeit. Die Urheberrechte liegen bei der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst. Die Deutsche Oper Berlin ist das größte der drei Opernhäuser in Berlin. Das Gebäude Bismarckstraße 34–37 in Charlottenburg wurde 1961 eröffnet und war Ersatz für die an gleicher Stelle im Zweiten Weltkrieg 1943 zerstörte Deutsche Oper. Das Charlottenburger Haus ist mit 1859 Sitzplätzen eines der größten Theater in Deutschland. Die Deutsche Oper bildet mit der Staatsoper Unter den Linden, der Komischen Oper, dem Staatsballett und dem Bühnenservice Berlin die Stiftung Oper in Berlin. Geschichte Gründung Die Initiative für die Gründung ging auf bürgerliche Kreise im damals selbstständigen Charlottenburg zurück. Als wirtschaftliche Stütze des Staates und intellektuelle Vorreiter wollten die Bewohner der reichsten Großstadt Preußens ein Opernhaus „für sich“ als Gegenentwurf gegen die „erstarrte“ Repräsentationsbühne der Hofoper Unter den Linden. Von 1911 bis 1912 wurde von der Stadt Charlottenburg nach Plänen Heinrich Seelings das Deutsche Opernhaus gebaut und unter der Leitung von Ignatz Waghalter am 7. November 1912 mit Ludwig van Beethovens Fidelio eröffnet. Mit dem Gesetz über die Bildung einer neuen Stadtgemeinde Berlin (Groß-Berlin-Gesetz) wurde Charlottenburg 1920 Teil der Reichshauptstadt und das über 2300 Sitzplätze fassende Haus in Städtische Oper umbenannt. Nachkriegszeit bis heute Nach Kriegsende nutzte die nun wieder Städtische Oper als Städtisches Opernhaus Berlin für Vorstellungen das Gebäude des Theaters des Westens in der Nähe des Berliner Bahnhofs Zoo, bis der durch Fritz Bornemann von 1957 bis 1961 gebaute Neubau mit 1865 Sitzplätzen am 24. September 1961 mit Mozarts Don Giovanni eröffnet werden konnte; der Neubau hatte 27,5 Millionen Mark gekostet (kaufkraftbereinigt in heutiger Währung: rund 62,5 Millionen Euro). Im Jahr 1961 erfolgte auf Anregung von Ferenc Fricsay als Reaktion auf den Mauerbau auch die Umbenennung auf den heutigen Namen Deutsche Oper Berlin. 1959 wurde die Städtische Oper mit dem Deutschen Kritikerpreis ausgezeichnet. In der Zeit ab der Eröffnung des Neubaus wuchs die Deutsche Oper, entgegen ihrem ursprünglichen Gründungszweck, in die Rolle des Repräsentationshauses des Landes Berlin (West) hinein, da die Staatsoper Unter den Linden, die traditionell diese Rolle in Berlin gespielt hatte, mitsamt dem Ostteil Berlins und der DDR abgeschottet war. Um Verwechslungen mit der Deutschen Oper Berlin zu vermeiden, erhielt das Opernhaus Unter den Linden im Anschluss an die deutsche Wiedervereinigung in den 1990er Jahren wieder ihren Vorkriegsnamen Staatsoper Unter den Linden. In der DDR-Zeit war es erstmals in Deutsche Staatsoper umgetauft worden, um die Bedeutung der DDR als eigenständiger deutscher Staat zu unterstreichen. Auf Initiative von Götz Friedrich wurde 1986 in New York die Stiftung The American Berlin Opera Foundation gegründet. Konstanze Vernon (* 2. Januar 1939 in Berlin; † 21. Januar 2013 in München) war eine deutsche Tänzerin, Choreografin und Professorin. Leben Vernon war die Tochter des Musikwissenschaftlers Friedrich Herzfeld und seiner Gattin Theresia, geb. Eckstein, einer Opern- und Konzertsängerin. Sie wurde bereits im Alter von sechs Jahren Schülerin von Tatjana Gsovsky. Bereits mit 14 Jahren war sie Mitglied des Berliner Balletts und mit 17 Jahren deren jüngste Solistin. Heinz Rosen, Ballettdirektor an der Bayerischen Staatsoper, verpflichtete sie 1963 in sein Ensemble, wo sie von 1963 bis 1981 Primaballerina an der Bayerischen Staatsoper war. Insbesondere mit ihrem Partner Winfried Krisch und dessen Nachfolger Heinz Bosl feierte sie dort große Erfolge. Heinz Bosls früher Tod mit nur 28 Jahren (1975) veranlasste sie, im Jahr 1978 die Heinz-Bosl-Stiftung ins Leben zu rufen. Ihre Aktivitäten in München ermöglichten 1989/90 die Emanzipation des Balletts von der Bayerischen Staatsoper zu einer eigenständigen Ballettkompanie (dem heutigen Bayerischen Staatsballett), der sie von 1990 bis 1998 als Gründungsdirektorin vorstand. 2010 gab sie die Leitung der Ballett-Akademie Hochschule für Musik und Theater München ab und gründete unter der Heinz-Bosl-Stiftung das Bayerische Staatsballett II (Junior Company), welches als Brücke zwischen Lehre und Bühnenkarriere jungen Nachwuchstänzern als Sprungbrett dienen soll. Ehrungen und Auszeichnungen 1962 Serge-Lifar-Preis der Pariser „Academie de Danse“ 1982 Bayerischer Verdienstorden 1990 Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München 1991 Deutscher Tanzpreis 1993 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst 1997 Bayerische Verfassungsmedaille in Silber 1998 Bayerische Verdienstmedaille „Pro Meritis“ 1998 Ehrenmitglied der Bayerischen Staatsoper 2006 Kulturpreis der Bayerischen Landesstiftung 2007 Oberbayerischer Kulturpreis 2007 Bayerische Verfassungsmedaille in Gold. Filmografie (Auswahl) 1962: Café Oriental Erwin Bredow (1922–1980) Titel: Joan von Zarissa Entstehungszeit: 1939-40 Uraufführung: 20. Januar 1940 in Berlin (Staatsoper) Dirigent: Werner Egk Besetzung: Orchester, Chor und Sprecher Spieldauer: ca. 70 Minuten Erstdruck: Schott Bemerkung: Werner Egk entwirft eine eigenwillige Variante des Don-Juan-Themas. Die Figuren aus der Mozart-Oper sind teilweise wiederzuerkennen, haben ihren Charakter allerdings ein bisschen verändert. Joan von Zarissa ist ein Ausstattungsballett und hatte in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg großen Erfolg. Es knüpft an die Ballette wie „La Bajadere“, „Scheherazade“ und „Die Fontäne von Bachtschissarai“ an, ist aber in der Tonsprache ein Kind des zwanzigsten Jahrhunderts. Erst mit den Komponisten Richard Strauss, Werner Egk, Wolfgang Fortner, Boris Blacher, Gottfried von Einem und Werner Henze fand der deutsche Kulturraum den Anschluss an die Ballettszene der Dänen, Franzosen und Russen. Zum Ballett: Art: Dramatische Tanzdichtung in vier Bildern Libretto: Werner Egk nach ‘Don Juan’ von Tirso de Molina u. a. Ort: Spanien Zeit: 16. Jahrhundert Personen: Joan von Zarissa Der Eiserne Herzog Isabeau: die Herzogin Lefou: der Narr Die Schönste der gefangenen Maurinnen Ein gefangenes Fürstenpaar Ein hünenhafter Ritter Perette: eine Magd Weitere: zwei Küchenmädchen, ein Ungeheuer, Florence (Futter für das Ungeheuer), ein mutiger Ritter, der das Mädchen befreit Handlung: Erstes Bild Wenn man Vorfahren hat, die große Heldentaten begangen haben, ist man stolz. An Gedenktagen wird zum Bankett geladen und den Gästen standesgemäße Zerstreuung geboten. Der „Eiserne Herzog“ heißt so, weil er ständig in eiserner Rüstung herumläuft und bei seinen militärischen Operationen eisernen Willen beweist. Es werden die Gefangenen vorgeführt. Die wilden struppige Kerle sind angekettet, damit sie nicht entweichen können. Das gefangene Fürstenpaar ist für die Theaterbesucher nicht so interessant wie die hübschen Maurinnen, die ihre Heimat verloren haben und darüber traurig sind. Die Schönste kreiert einen Bauchtanz, um im christlichen Abendland die Kultur ihrer Heimat bekannt zu machen, und die Gefährtinnen schließen sich an. Mit bunten Schleiern wird gewedelt und am Ende der Vorstellung schiebt die Favoritin sogar den Schleier zur Seite, damit man auch das Gesicht sehen kann. Ein langer roter Teppich wird in der Mitte der Halle ausgerollt, was darauf schließen lässt, dass hoher Besuch zu erwarten ist. Es ist Joan von Zarissa, der von Lefou seinem schrägen Diener mit lauter Stimme angekündigt wird. Der Eiserne Herzog und seine Gemahlin Isabeau begrüßen den Ankömmling mit einem huldvollen Kopfnicken. Ohne Veranlassung wird Don Joan von einem hünenhaften Rüpel, der unerwartet auf der Bildfläche erscheint, zum Zweikampf aufgefordert. Der Angerempelte gewinnt, weil er nicht der Stärkere, sondern der Flinkere ist. Als Belohnung gibt es eine Siegestrophäe, die von der Herzogin höchstpersönlich überreicht wird. Isabeau nähert sich, und Joan fasst das gespitzte Mäulchen als Einladung zum Küssen auf. Der Eiserne Herzog ist erzürnt und geht mit dem Degen auf den Gast los. Was erdreistet sich Don Joan eigentlich? Auch diesmal ist der Tapfere der Siegreiche. Der alte Herr kann nicht mehr so, wie er gern möchte. Das Blut sickert aus seinem eisernen Panzer, und er legt sich kampfesmüde auf den roten Teppich. Zweites Bild Die Herzogin hat sich schwarze Trauerkleidung übergezogen, um am Katafalk ihres getöteten Mannes zu beten. Während sie dieser Notwendigkeit nachkommt, steht plötzlich mit liebenswürdigem Schnäuzer-Lächeln Joan von Zarissa neben ihr. In gereizter Stimmung versucht sie, den Mörder ihres Gatten zu erwürgen. Der Mord scheitert an ihren mangelnden Körperkräften, und der Frauenkenner zieht die Widerstandslose in seine Arme. Das Praktische verbindet er mit dem Angenehmen und erklärt der Herzogin seine Liebe. Weshalb sollte sie ablehnen? Der Gatte ist tot und der Thron verwaist. Drittes Bild Jetzt ist Joan der Burgherr, und die strahlende Witwe neben der wertvollen Immobilie sein Eigentum. Lefou ist weniger erfolgreich in seinen Bemühungen. Von der Magd Perette, die er umwirbt, erhält er eine Abfuhr, aber die beiden hübschen Küchenmädchen sind zutraulich. Die Herzogin verdirbt ihm den Spaß und macht der Affäre abrupt ein Ende. Was eigentlich gar nicht zu ihrem vornehmen Wesen passt, sind ihre sadistischen Gelüste. In ihrem Burgverlies hält sie ein Ungeheuer gefangen, welches sich von Menschenfleisch ernährt. Man bietet ihm Früchte an, die aber verschmäht werden, weil der Magen vegetarische Nahrung nicht verträgt. Im Rahmen einer höfischen Zirkusvorstellung wird der zähnefletschenden Bestie eine Jungfrau zum Fraße vorgeworfen. Mordlustig flackern die Augen, und gierig sperrt das Untier seinen Rachen auf, weil es Hunger hat und seinen Appetit stillen möchte. Doch es gibt noch mutige Ritter auf dieser Welt. Ein solcher eilt herbei und verjagt das Ungeheuer mit seiner Stichwaffe. Aus Dankbarkeit tanzt das Mädchen mit ihrem Retter einen Pas de deux. Dieser wird von Joan, dem das Mädchen auch gefällt, gestört. Er reißt die beiden auseinander, um selbst mit der Schönen zu tanzen. Der mutige Lebensretter lässt sich die Kränkung nicht gefallen und setzt sich zur Wehr. Doch Joan schlägt ihm den Degen brutal aus der Hand zerbricht die Waffe in Stücke. Isabeau kann es nicht ertragen, dass ihr Gatte einer anderen Dame huldigt und befiehlt den Wachen, das Paar gewaltsam zu trennen. Doch diese sind nicht geneigt, sich in die zärtlichen Angelegenheiten ihres Herrn einzumischen und verweigern den Gehorsam. Die Herzogin bekommt einen Nervenzusammenbruch und stürzt zu Boden. Joan trägt die verzweifelte Florence weg vom Ort unliebsamen Geschehens und verlässt die Halle, um sich seiner gewaltsamen Eroberung in Ruhe widmen zu können. Viertes Bild Joan von Zarissa und sein Diener sind Saufbrüder. Der erste verliert beim Würfelspiel, und seine Barschaft reicht nicht aus, um die Spielschulden zu begleichen. Trotzdem möchte der Trunkenbold gern weiterspielen und verspricht dem höhnisch grinsenden Narren mangels glaubhafter Kreditwürdigkeit sein Mädchen zur Begleichung seiner Schulden. Lefou geht auf den Handel ein, gewinnt erneut und versucht, seinen Spielgewinn gewaltsam an sich zu reißen. Florence ist nicht geneigt, ihren Gebieter, den sie abgöttisch liebt, aufzugeben und stößt sich das Messer in ihr unschuldiges Herz. Es wird Zeit, dass der Himmel sich einschaltet, um die begangene Freveltat zu rächen. Den Eisernen Herzog schickt er als Todesboten und Vollstrecker göttlichen Willens mit dem flammenden Richterschwert. Joan sieht, dass die Vergeltung für böse Untat in Folge unausweichlich ist und sinkt vor Schreck tot zu Boden. Zur spektakulären Höllenfahrt reicht der jüngste Strafbestand nicht aus, weil eine aktive Beteiligung an dem Blutopfer nicht angelastet werden kann. Werner Egk (* 17. Mai 1901 in Auchsesheim bei Donauwörth; † 10. Juli 1983 in Inning am Ammersee; eigentlich Werner Joseph Mayer) war ein deutscher Komponist. Das ursprüngliche Pseudonym Egk ist ein Akronym von „Ein guter Komponist“ bzw. „Ein großer Künstler“ – andere Anekdoten behaupten, es sei ein Anagramm der Initialen seiner Frau, der Geigerin Elisabeth Karl. Egk verwendete es seit der Heirat 1923. 1937 wurde es sein amtlicher Familienname. Egk ist ein Vertreter des deutschen Neoklassizismus und des modernen Musiktheaters und wird gelegentlich als „Komponist des Wiederaufbaus“ apostrophiert. Leben Egk war das dritte Kind des Lehrers Joseph Mayer und seiner Frau Maria, geb. Buck. 1908 zog die Familie nach Augsburg, dort besuchte er ab 1911 das humanistische Gymnasium bei Sankt Stephan, erhielt ersten Klavierunterricht und besuchte in den Jahren 1919/20 das städtische Konservatorium. Nach dem Abitur nahm er zunächst privaten Gesangs- und Klavierunterricht und studierte dann in Frankfurt am Main sowie später bei Carl Orff in München Komposition und Dirigieren. Karriere im n. Staat Von 1930 bis 1933 arbeitete Egk für den Bayerischen Rundfunk, wo er auch 1935 als Gastdirigent seine Karriere als Orchesterleiter begann, die er zwischen 1936 und 1940 als Kapellmeister an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin fortsetzte. Danach ließ er sich als freischaffender Komponist vor allem in Lochham bei München nieder. Zwischen 1941 und 1945 war er Leiter der Fachschaft Komponisten der STAGMA (Staatlich anerkannte Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte) in der R.smusik.kammer. 1933 vertonte Egk das von Kurt Eg. geschriebene ..-Festspiel Job, der Deutsche. Bei den Olympischen Sommerspielen 1936 in Berlin erhielt er eine olympische Goldmedaille in der Kategorie „Orchestermusik“ für sein Werk Olympische Festmusik. Im Mai 1938 kam es zur Aufführung seiner Kantate Natur-Liebe-Tod beim Abschlusskonzert der ersten Reichs.musiktage in Düsseldorf (mit der Schandschau E.n.t.a.r.t.e.t.e Musik). Im November 1938 wurde seine Oper Peer Gynt uraufgeführt. Pr.minister J. G. notierte in seinem Tagebuch am 1. Februar 1939: „Ich bin ganz begeistert und der F. auch. Eine Neuentdeckung für uns beide“. 1939 wurde ihm durch G. ein Musikpreis verliehen. Im Mai 1941 zeichnete er verantwortlich für die Musik zum ..-Film (Staatsauftragsfilm) J. mit dem M.arsch der d.eutschen Ju.gend zu einem Text von H.ans F.ritz B.eckmann („Fa..hren, fahren wir, di.e Fahne w.eht vor.an! Groß-Deu.tschland heißt unser stolzes S..chiff, drauf stehn wir, Ma.nn für Mann“). Egk stand auf der 1944 erstellten G.ott.begnad.eten-Li.ste als einer der wichtigsten Komponisten des ..-Staates. Spruchkammerverfahren und Prozess vor dem Landgericht München In einem Prozess vor dem Landgericht München I klagte Werner Egk 1969 gegen den Komponisten und Musikkritiker Konrad Boehmer. Boehmer hatte in einem Sammelband Kritik/von wem/für wen/wie des Hanser-Verlages über Werner Egk als „eine der übelsten Figuren n.a.t.i.o.n.a.l.s.o.z.i.a.l.i.s.t.i.s.c.h.e.r Musikpolitik“ gesprochen. Das Verfahren wurde mit einem Vergleich abgeschlossen. Bereits 1947 wehrte sich Egk in einem Spruchkammerverfahren unter anderem gegen die Behauptung des Zeugen Kurt Arnold, dass er bei der Erstaufführung des Don Carlos in der Berliner Staatsoper den in der Proszeniumsloge sitzenden G.ö.r.i.n.g mit erhobener Hand zum H.i.t.l.e.r.g.r.u.ß und zusammengeschlagenen Hacken begrüßt habe. Er, Egk, habe lediglich das Einsatzzeichen für die Hörner links unter der Loge gegeben. In seiner Begründung formulierte das Gericht: „Als 1933 der n.a.t.i.o.n.a.l.s.o.z.i.a.l.i.s.t.i.s.c.h.e Barbarismus die Herrschaft in Deutschland antrat, war es eine große Enttäuschung, daß die geistige Führerschicht anstatt Widerstand zu leisten, einer nach dem anderen mit dem N.a.t.i.o.n.a.l.s.o.z.i.a.l.i.s.m.u.s paktierte. Der Widerstand erlahmte dadurch immer mehr, die Klarsehenden vereinsamten und wurden machtlos. Es besteht zu allen Zeiten und für alle den Durchschnitt Überragenden die Verpflichtung, Vorbild zu sein. Jeder, der seine Leistung und seinen Namen dem N.a.t.i.o.n.a.l.s.o.z.i.a.l.i.s.m.u.s zur Verfügung stellte, hat damit eine Schuld auf sich geladen. Auch Egk kann dieser Vorwurf nicht erspart werden“. Abraxas-Skandal Am 6. Juni 1948 erlebte Werner Egks Ballett Abraxas, das auf dem Tanzpoem Der Doktor Faust von Heinrich Heine basierte, seine Uraufführung im Prinzregententheater München. Die Choreographie stammte von Marcel Luipart. Nach fünf erfolgreichen Aufführungen verbot der damalige bayerische Kultusminister Alois Hundhammer eine Wiederaufnahme des Werks in der Folge-Spielzeit. Hauptauslöser der auch als „Abraxas-Skandal“ bezeichneten Affäre war die insbesondere von kirchlichen Kreisen als anstößig empfundene Darstellung einer Schwarzen Messe. Neben kontroversen Landtagsdebatten folgte 1950 eine Schadenersatzklage durch den Komponisten, die mit einem Vergleich endete. Darin wurde Egk unter anderem zugesagt, dass bis 1955 drei seiner Werke in das Programm der Bayerischen Staatsoper aufgenommen werden sollten. Abraxas wurde in einer Berliner Neuinszenierung (von 1949 bis 1956 insgesamt 95 Aufführungen) und durch Gastspiele in der übrigen Bundesrepublik bis in die 1960er Jahre immer wieder aufgeführt. Karriere im Nachkriegsdeutschland Nach Kriegsende arbeitete Egk von 1950 bis 1953 als Direktor der „Hochschule für Musik“ in West-Berlin. 1950 wurde er Präsident des von ihm mitbegründeten Deutschen Komponistenverbandes und Vorsitzender des Aufsichtsrates der GEMA, 1951 Mitglied der Bayerischen Akademie der schönen Künste, 1964 Mitglied des Rundfunkrates des Bayerischen Rundfunks, Ehrenmitglied der Dramatiker Union e.V., Ehrenmitglied der Städtischen Bühnen Augsburg und Gastdirigent der Bayerischen Staatsoper München. 1968 Präsident des Deutschen Musikrates und 1976 Präsident der Confédération Internationale des Sociétés d’Auteurs et Compositeurs (CISAC). Der Komponist fand seine letzte Ruhestätte auf dem Städtischen Friedhof Donauwörth. Donauwörth ernannte ihn 1971 zum Ehrenbürger. Werk Opern Columbus. Funkoper (1933) bzw. Oper (1942) Die Zaubergeige (nach Franz Graf von Pocci, Libretto von Ludwig Strecker) (1935; Neufassung 1954) Peer Gynt nach Henrik Ibsen (1938) Circe nach Pedro Calderón de la Barca (1945, Uraufführung 1948; Umarbeitung als Opera semibuffa unter dem Titel 17 Tage und 4 Minuten, 1966) Libretto zu Abstrakte Oper Nr. 1 für Boris Blacher (1953) Irische Legende nach William Butler Yeats (1955; Neufassung 1975) Der Revisor nach Nikolai Gogol (1957) Die Verlobung in San Domingo nach Heinrich von Kleist (1963) Ballette Joan von Zarissa für Sprecher, gemischten Chor, Sopran, Bariton und Orchester (1940) daraus eine Konzertsuite und ein Triptychon für Orchester Abraxas. Faust-Ballett nach Heinrich Heine (1948) daraus eine Konzertsuite Ein Sommertag (1950) Die chinesische Nachtigall nach Hans Christian Andersen (1953) daraus ein Divertissement für Streichorchester Casanova in London (1969; daraus Englische Suite) Orchesterwerke Schauspielmusiken für die Schaubühne München (vor 1924) Kleine Symphonie (1926) Olympische Festmusik (1936; mit Text von Carl Diem) Orchester-Sonate (1947/48) Französische Suite nach Jean-Philippe Rameau (1949; als Ballett 1952) Allegria (1952; als Ballett 1953) Variationen über ein karibisches Thema (1959; als Ballett mit dem Titel Danza, 1960) 2. Sonate für Orchester (1969) Spiegelzeit (1979) Musik für eine verschollene Romanze. Ouvertüre (1980) Der Revisor. Konzertsuite für Trompete und Kammerorchester (1981) Die Zaubergeige. Ouvertüre in einer Fassung für Bläser (1981) Canzona für Violoncello und Orchester (1982) Nachtanz (Opus postumum, Uraufführung 1985) Vokalmusik Furchtlosigkeit und Wohlwollen. Oratorium für Tenor, gemischten Chor und Orchester; (1930/31; Neufassung 1959) Altius – citius – fortius. Olympiakantate (1936) La tentation de Saint Antoine d’après des airs et des vers du 18e siècle für Alt, Streichquartett und Streichorchester (1952; als Ballett 1969) Nachgefühl. Kantate für Sopran und Orchester nach Klabund (1975) Singspiele Die Löwe und die Maus. Singspiel für Kinder (1931) Der Fuchs und der Rabe. Singspiel für Kinder (1932) Die Historie vom Ritter Don Juan aus Barcelona. Nach einem alten Volksspiel (1932) Filmmusik J.u.n.g.e.n.s (H.J.-Film mit Schülern der A.d.o.l.f-H.i.t.l.e.r-S.c.h.u.l.e Sonthofen von 1941) Altes Herz geht auf die Reise, erschienen 1947 Der Herr vom andern Stern (Film mit Heinz Rühmann von 1948) Die Zaubergeige, Fernsehfilm aus dem Jahr 1963 Die chinesische Nachtigall, Fernsehfilm aus dem Jahr 1964 Schriften 1953: Abstrakte Oper Nr. 1 – Libretto (Musik: Boris Blacher) 1958: Das Zauberbett – Komödie 1960: Musik, Wort, Bild – Essays 1973: Die Zeit wartet nicht – Autobiografie Auszeichnungen und Ehrungen 1936: Goldene olympische Medaille für Orchestermusik, Olympische Festmusik 1955: Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (West) 1961: Ludwig-Spohr-Preis der Stadt Braunschweig 1962: Bayerischer Verdienstorden 1965: Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Künste, Berlin (Ost) 1970: Großes Bundesverdienstkreuz mit Stern 1971: Ehrenbürger der Stadt Donauwörth 1972: Kultureller Ehrenpreis der Landeshauptstadt München 1979: Bayerischer Poetentaler 1981: Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst 1981: Ehrenbürger der Stadt München Die Werner-Egk-Grundschule in Augsburg-Oberhausen ist seit 1994 nach dem Komponisten, der hier aufwuchs, benannt. Mit Beschluss der Schulgemeinschaft und auf Empfehlung der Regierung von Schwaben sollte sie 2019 in Grundschule Augsburg Oberhausen Mitte umbenannt werden. Der Augsburger Stadtrat lehnte diese Umbenennung jedoch durch Mehrheit von CSU und Pro Augsburg im selben Jahr ab. In Donauwörth erinnert an ihn der Zaubergeigenbrunnen (an der Promenade), die Werner-Egk-Begegnungsstätte und die Werner-Egk-Musikschule. Tatjana Gsovsky (russisch Татьяна Васильевна Гзовская / Tatjana Wassiljewna Gsowskaja, geborene Issatschenko Исаченко; * 18. März 1901 in Moskau; † 29. September 1993 in Berlin) war eine international bekannte russische Balletttänzerin, Choreografin und Ballettmeisterin. Leben Tatjana Issatschenko studierte in Moskau zunächst Kunstgeschichte und Tanz im Studio ihrer Mutter Claudia Issatschenko und bei Isadora Duncan, später Ballett bei Laurent Nowikow, Matyatin, Kirsanowa, Olga Preobrajenska sowie Rhythmik in der Gartenstadt Hellerau bei Dresden. In Krasnodar (Region Krasnodar, Südrussland) wurde sie nach der Oktoberrevolution zur Ballettmeisterin ernannt. Dort traf und heiratete sie ihren Kollegen, den Tänzer Victor Gsovsky. Beide emigrierten 1924 aus der Sowjetunion nach Berlin. Seit 1928 führte das Ehepaar in Berlin gemeinsam eine Ballettschule. 1937 zogen sie nach Paris und lebten dort bis 1945. Nach dem Zweiten Weltkrieg, in den Jahren 1945 bis 1951, war sie auch Ballettmeisterin an der Staatsoper Berlin, baute das Berliner Staatsballett völlig neu auf und feierte damit große Erfolge. Anschließend war sie von 1952 bis 1953 als Ballettmeisterin am Teatro Colón in Buenos Aires (Argentinien) engagiert, von 1953 bis 1966 an der Deutschen Oper Berlin und von 1959 bis 1966 zugleich an der Oper in Frankfurt am Main. Im September 1955 gründete Gsovsky die Tourneetruppe Berliner Ballett, ein modernes Tanztheater auf klassischer Grundlage, mit der sie in ganz Europa gastierte. Tatjana Gsovsky definierte den klassischen Tanz neu. 20 Jahre lang dominierten ihre choreografischen Schöpfungen die deutsche Tanzszene. Sie schuf zahlreiche Choreografien, die in die Geschichte des Balletts eingegangen sind. Gsovskys Werke vereinten klassisches Ballett, Elemente des expressionistischen Tanzes und Erkenntnisse der Psychologie zu einer vorwärtsweisenden Synthese. Sie arbeitete für ihre Kreationen zusammen mit der Komponisten-Avantgarde ihrer Zeit – u. a. Luigi Nono, Hans Werner Henze, Boris Blacher, Max Baumann und Giselher Klebe. Tatjana Gsovsky starb 1993 im Alter von 92 Jahren in Berlin. Ihr Grab befindet sich auf dem landeseigenen Waldfriedhof Zehlendorf am Nikolassee, Wasgensteig, im Berliner Bezirk Steglitz-Zehlendorf (Feld 060-190). Auf Beschluss des Berliner Senats wurde Gsovskys letzte Ruhestätte 1995 als Ehrengrab des Landes Berlin gewidmet. Die Widmung wurde im November 2018 erneuert. Ehrungen Kunstpreis Berlin der Akademie der Künste (Berlin) („Berliner Kunstpreis – Jubiläumsstiftung 1848/1948“) der Sektion Darstellende Kunst (1954) Mitglied der Akademie der Künste (Berlin) (1955) Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (1969) Honorarprofessur (20. Mai 1976) Deutscher Tanzpreis (1983) Ehrenmitglied (Ehrenpräsidentin) der Deutschen Akademie des Tanzes, Köln (1987) Verdienstorden des Landes Berlin (16. Dezember 1992).
Filmfoto Marszalek Renate Mannhardt Peter Mosbacher Der keusche Josef Berlin ´53
Originales Standfoto aus dem Spielfilm „Der keusche Josef“ aus dem Jahr 1953. Auf LEONAR-Fotopapier. Fotograf: Michael Marszalek. Abgebildet sind: Rechts: Renate Mannhardt als Sängerin Pussy Angora. Links: Peter Mosbacher als Georg Schilling. Auf der Rückseite mit Fotografen-Stempel: M. Marszalek, Berlin-Halensee, Joachim-Friedrich-Str. 55, Telefon: 97-56-91. Auf der Rückseite mit handschriftlichen bezeichnet: “Peter Mosbacher, Renate Mannhardt”. Größe 177 x 127 mm. Mit minimalen Alterungs- und Gebrauchsspuren, sonst sehr guter Zustand. Hervorragende Bild-Qualität – extrem selten!!! 100%-Echtheitsgarantie – kein späterer Abzug, kein Repro, kein Nachdruck!!! Besichtigung jederzeit möglich. 100% guarantee of authenticity – not a later print, not a reproduction, not a reprint! Visit any time. Bitte warten, hier kommt gleich ein großes Bild!!! Aus großem Film- und Fotoarchiv, weitere Angebote in meinem ebay-shop! Out of a large film- and photo-archiv, more offers in my ebay shop! 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März 1930) ist ein deutscher Kameramann. Der Sohn des Dirigenten und Komponisten Franz Marszalek ließ sich zum Fotografen ausbilden und war als Standfotograf an mehreren Filmen beteiligt. Darunter waren 1957 Anders als du und ich und 1960 der Edgar-Wallace-Film Der Rächer. Marszalek arbeitete ab 1961 als Kameramann und zwar primär als Fernsehkameramann. Bei vielen Episoden bekannter Fernsehserien wie Tatort, Drei Damen vom Grill, Detektivbüro Roth und Gute Zeiten, schlechte Zeiten stand er hinter der Kamera. Beim Film wurde er wiederholt bei einigen der zu ihrer Zeit populären Aufklärungs- und Report-Filmen eingesetzt. Später betätigte sich Marszalek auch als CD-Produzent. Filmografie 1963: Der Unsichtbare 1965-70: John Klings Abenteuer (Fernsehserie) 1966: Brille und Bombe: Bei uns liegen Sie richtig! 1966: Lieblinge unserer Eltern: Henny Porten (TV) 1967: Die goldene Pille 1967: Negresco 1967: Heinrich IV. (TV) 1968: Erotik auf der Schulbank 1968: Eva 1968: Willst Du ewig Jungfrau bleiben? 1970: Birdie 1970: Berlin Affair (TV) 1972: Gelobt sei, was hart macht 1972: Heute hau’n wir auf die Pauke 1973: Liebe zwischen Tür und Angel 1973: Tanzstunden-Report 1973: Bettkanonen 1973: Algebra um acht (Fernsehserie) 1973: Bademeister-Report 1974: Unter einem Dach (Fernsehserie) 1974: Ach jodel mir noch einen 1978: H.s Sohn (H.’s Son) 1978: Zwei tolle Käfer räumen auf 1983: Wie war das damals (TV) 1983: Jakob und Adele (Fernsehserie) 1985: Didi – Der Untermieter (Fernsehserie) 1986: Sarah 1988: Neapel sehen und erben (TV) 1988: Herbst in Lugano (TV) Renate Mannhardt (auch Renate Manhardt), deutscher Filmschauspielerin der 40er – und 50er – Jahre. Geboren am 20.11.1923 (einige Quellen nennen das Jahr 1920) in Barmen bei Wuppertal als Hanna Renate Kohlschein. Schon während ihrer Schulausbildung nimmt sie privaten Schauspielunterricht. Mit 20 Jahren erhält sie ihr erstes Engagement in Königshütte am dortigen Schauspielhaus (heute Chorzów in Polen). Nach dem II. Weltkrieg spielt Renate Mannhardt in den Kammerspielen in München und steht auch in Berlin auf der Bühne. Bereits mit 19 Jahren steht die junge Schauspielerin zum ersten Mal vor der Kamera. Sie hat in GELIEBTER SCHATZ (1943) unter der Regie von Paul Martin eine kleine Nebenrolle. In noch zwei anderen Ufa-Produktionen bis zum Zusammenbruch 1945 erhält sie kleinere Rollen, in ZIRKUS RENZ (1943) und VIA MALA (1945). Die eigentliche Filmkarriere von Renate Mannhardt beginnt mit dem westdeutschen Nachkriegsfilm. Schauspielerinnen in den 50er Jahren der Bundesrepublik hatten es nicht leicht. Heimat- und Unterhaltungsfilme bestimmen das Kinobild, selten sind anspruchsvolle Rollen in ebensolchen Filmen zu erhalten. Renate Mannhardt spielt in mehr als 20 Filmen der westdeutschen Nachkriegsproduktion mit. Ab 1949 ist sie fast immer in größeren Nebenrollen zu sehen. Ihre Rollen entsprechen dem Zeitgeist: sie spielt in bayrischen Heimatfilmen wie HEIMATGLOCKEN (1952), an der Seite von Hans Albers in der Komödie KÄPTN BAY-BAY (1952) oder in Melodramen wie MORGENGRAUEN (1954) in der Regie von Viktor Tourjansky. Ihre wohl beste Darstellung als Inge Hermann in dem Film DER VERLORENE (1951) von Peter Lorre bleibt vielen in Erinnerung. Sie spielt Inge Herrmann, die Verlobte des Dr. Karl Rothe (gespielt von Peter Lorre), die ihn mit seinem engen Mitarbeiter Hoesch betrügt und seine Forschungsergebnisse an ihn verkauft. Im Affekt tötet Dr. Karl Rothe Inge. Der Film zählt zu den wichtigsten Produktionen der 50er Jahre, da er jüngste deutsche Vergangenheit thematisiert. Die einzige Regiearbeit des Schauspielers Peter Lorre wird aber von den Zuschauern wie von der Kritik nicht besonders gut aufgenommen. Ab Anfang der 60er Jahre spielt Renate Mannhardt auch in amerikanischen Produktionen. In DIE GROßE ATTRAKTION (1961) ist sie an der Seite von Cliff Robertson zu sehen. Ihre letzte Produktion wird ebenfalls ein amerikanischer Film. In einer kleinen Nebenrolle spielt sie in MASTERMIND (1976) in der Regie von Alex March. Bereits Mitte der 60er Jahre zieht sich die Schauspielerin aus dem Filmgeschäft zurück. Der derzeitige Wohnort von Renate Mannhardt ist nicht bekannt. Filmographie: Geliebter Schatz (1943), Via Mala (1948), Nach Regen scheint Sonne (1949), Es kommt ein Tag (1950), Fallende Stern, Der (1950), Verlorene, Der (1951), Wildwest in Oberbayern (1951), Große Schuld, Die (1952), Große Versuchung, Die (1952), Heimatglocken (1952), Das Dorf unterm Himmel (1952), Briefträger Müller (1953), Keusche Josef, Der (1953), Käpt’n Bay-Bay (1953), Moselfahrt aus Liebeskummer (1953), Bekenntnis der Ina Kahr, Das (1954), Hochzeitsglocken (1954), Morgengrauen (1954), Paura, La (1954), Sündige Dorf, Das (1954), Angst (1954), Versuchung (1955), Unternehmen Schlafsack (1955), Ehe des Dr. med. Danwitz, Die (1956), Zu Befehl, Frau Feldwebel! (1956), Rot ist die Liebe (1957), Willy, der Privatdetektiv (1960), Siegfrieds Tod (1961) Renate Mannhardt (* 20. November 1920 in Barmen, † Juli 2013 in New York City, Vereinigte Staaten; gebürtig Hanna Renate Kohlschein) war eine deutsche Schauspielerin. Leben Renate Mannhardt wurde am 20. November 1920 in Barmen geboren, andere Quellen geben 1923 als Geburtsjahr an. Die Tochter eines Juristen und Verlagsdirektors nahm privaten Schauspielunterricht. Im Sommer 1943 erhielt sie ihr erstes Engagement am Schauspielhaus von Königshütte. Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte Renate Mannhardt bei den Münchner Kammerspielen und am Komödienhaus in Berlin. In den fünfziger Jahren erhielt sie bedeutende Nebenrollen beim Film. In Der Verlorene (1951) verkörperte sie die Verlobte eines Wissenschaftlers (Peter Lorre), die ihn betrügt, ausspioniert und schließlich von ihm getötet wird. In dem Filmdrama Die Ehe des Dr. med. Danwitz (1956) war sie eine schwangere Ehefrau, die im Hass auf ihren Ehemann (Paul Dahlke) bei sich eine illegale Abtreibung durchführen lässt und dabei stirbt. Renate Mannhardt ist Mutter eines Sohnes namens Christian (* 1942). 1956 lernte sie einen US-amerikanischen Wirtschaftsberater kennen, den sie heiratete und in die Vereinigten Staaten folgte. Dort trat sie noch in einigen amerikanischen Filmen auf, bevor sie ihre Filmkarriere beendete. In New York, ihrem letzten Wohnort, ist sie Mitte Juli 2013 92-jährig verstorben. Filmografie (Auswahl) 1943: Geliebter Schatz, 1943: Zirkus Renz, 1944: Via Mala, 1949: Nach Regen scheint Sonne, 1950: Susanna Jakobäa Krafftin (unvollendet), 1950: Es kommt ein Tag, 1950: Der fallende Stern, 1951: Der Verlorene, 1951: Wildwest in Oberbayern, 1952: Heimatglocken, 1952: Die große Versuchung, 1952: Käpt’n Bay-Bay, 1952: Das Dorf unterm Himmel, 1953: Der keusche Josef, 1953: Moselfahrt aus Liebeskummer, 1953: Briefträger Müller, 1953: Die große Schuld / Der Wildschütz 1954: Morgengrauen, 1954: La Paura, 1954: Das sündige Dorf, 1954: Angst (Non credo più all’amore (La paura)), 1954: Das Bekenntnis der Ina Kahr, 1954: Angst, 1955: The River Changes, 1955: Unternehmen Schlafsack, 1955: Versuchung, 1956: Die Ehe des Dr. med. Danwitz, 1956: Zu Befehl, Frau Feldwebel, 1956: Rot ist die Liebe, 1960: Willy, der Privatdetektiv, 1960: Die große Attraktion (The Big Show), 1961: Siegfrieds Tod (Fernsehfilm), 1976: Mastermind. Peter Mosbacher (* 17. Februar 1912 in Mannheim; † 9. Oktober 1977 in Kempfenhausen; eigentlicher Name Ludwig Hermann Mosbacher) war ein deutscher Schauspieler und Theaterregisseur. Leben und Karriere Mosbacher wollte zuerst Rennfahrer werden, aber nach einem schweren Motorradunfall folgte er dem Rat seines Schulkameraden Carl Raddatz und verlegte sich 1936 auf die Schauspielerei. Er spielte zunächst auf Bühnen in Mannheim, Darmstadt und Düsseldorf. 1941 wechselte er an das Deutsche Theater Berlin. Ab 1945 spielte er am Thalia Theater in Hamburg, ab 1949 an den von Boleslaw Barlog geleiteten Theatern von Berlin. Zuletzt war er am Theater auch als Regisseur tätig. Seit 1948 trat er auch vor der Kamera auf und spielte dort häufig den Bösewicht oder Schurken. So war er auch 1968 in seinem letzten Kinoauftritt, der Edgar Wallace-Verfilmung Im Banne des Unheimlichen als Mörder zu sehen. Danach hatte er noch Rollen in einigen Fernsehproduktionen, etwa 1971 in dem Durbridge-Krimi Das Messer. Peter Mosbacher war auch als Synchronsprecher tätig und sprach unter anderem Rossano Brazzi und Dan Duryea (Winchester ’73). Er war verheiratet mit der Schauspielkollegin Edith Schneider (* 1919) und hatte mit ihr einen Sohn, Manuel, der später als Theaterregisseur in die Fußstapfen seines Vaters trat. Seine Enkelkinder Benedikt und Anna Lena Meisenberger hat er nicht mehr kennengelernt. Er starb an einem Herzinfarkt in einer Klinik am Starnberger See. Sein Grab befindet sich auf dem Friedhof München-Obermenzing. Filmografie (Auswahl) [Bearbeiten] 1950: Das doppelte Lottchen (Film) 1953: Das Dorf unterm Himmel 1953: Der keusche Josef 1953: Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein 1954: Ein Leben für Do 1954: Das ideale Brautpaar 1954: Canaris 1955: Der 20. Juli 1955: Hotel Adlon 1955: Roman einer Siebzehnjährigen 1956: Die ganze Welt singt nur Amore 1956: Liane, das Mädchen aus dem Urwald 1957: Salzburger Geschichten 1957: Die Letzten werden die Ersten sein 1957: Es wird alles wieder gut 1957: Der Fuchs von Paris 1958: Peter Voss, der Millionendieb 1958: Hoppla, jetzt kommt Eddie 1958: Romarei, das Mädchen mit den grünen Augen 1959: Peter Voss, der Held des Tages 1959: Lockvogel der Nacht 1963: Heimweh nach St. Pauli 1964: Freddy, Tiere, Sensationen 1965: Ich, Dr. Fu Man Chu 1968: Im Banne des Unheimlichen Der keusche Josef: Regie: Carl Boese Regie-Assistenz: Jochen Wiedermann Drehbuch: Vineta Bastian-Klinger Kamera: Bruno Timm Standfotos: Grimm-Marszallek Bauten: Willi A. Herrmann, Heinrich Weidemann Kostüme: Sinaida Rudow, Günter Brosda (Woop-Modelle) Maske: Willi Nixdorf, Ilse Schulz-Heidrich Schnitt: Margarete Steinborn Ton: Werner Maas Musik: Heino Gaze Arrangement: Werner Müller Gesang: Friedel Hensch Liedtexte: Curth Flatow Darsteller: Ernst Waldow als Direktor Wolf Waltraut Haas als Hilde, seine Tochter Peter Mosbacher als Georg Schilling Renate Mannhardt als Pussy Angora, Sängerin Karin von Dassel als Babette, ihre Zofe Ludwig Schmitz als Josef Haselhuhn Lucie Englisch Emilie als Emilie Haselhuhn Elena Luber als Marlise als Emilies Tochter Bruno Fritz als Generaldirektor Bruckmann Ewald Wenck als Knispel, Bürodiener Herbert Kiper als Weber Erich Kestin als Martens, Kontorist Alexa von Porembsky als Lotte Müller, Stenotypistin Clemens Hasse als Schmalztollen-Emil Paul Heidemann als Bardirektor Anneliese Würtz Kurt Jacob Erwin Biegel Produktionsfirma: Algefa-Film GmbH (Allgemeine Filmaufnahme- und Vertriebs-GmbH) (Berlin) Herstellungsleitung: Friedrich Wilhelm Gaik Produktionsleitung: Heinz Laaser Aufnahmeleitung: Hans Joachim Wieland, Waldemar Albert Prüffassung Länge: 2564 m, 94 min Format: 35mm, 1:1,37 Bild/Ton: s/w, Ton Prüfung/Zensur FSK-Prüfung: ab 16 Jahre / nicht feiertagsfrei: Nr. 05975, 11.05.1953 Aufführung Uraufführung: Berlin: Kiki 26.06.1953.
George V King of England Emperor of India India King Emperor Photo Photo 1900
London, Russel & Sons um 1900. Original Kabinett-Foto — Format: ca. 16 x 10 cm – gut erhalten. – selten! Schlagworte: photo Fürstenhaus Adel Adelshäuser Adelshaus Adelsfamilie Familie Nachlass Sammlung Bibliothek Bestell-Nr: 336170 .
Ole Bull violonist composer composer Norway portrait CDV photo Levinthal 1870
Berlin ca. 1870. Original Carte-de-Visite Foto von ca. 1870. — Maße: ca. 10 x 6 cm — gut erhalten || original CDV photograph from ca. 1870. — in good condition — Bestell-Nr: 254989 .
